Junge Vögel (Findelkinder) – was tun???

Beurteilung der Situation

 

Ein großer Teil der Findlinge noch nicht flügger Jungvögel betrifft keineswegs die Bezeichnung verlassene oder „aus dem Nest gefallene“ hilflose Fundtiere“.

 

Im Gegenteil , viele Singvögel, vor allem Drosseln, verlassen das Nest in einem Stadium, in dem Schwung- und Steuerfedern noch nicht ausgewachsen sind. Die dann noch nicht vollflugfähigen und selbstständigen Jungen halten sich in Deckung (z.B. Büsche) oder sitzen auf oder nahe dem Boden.

Entdeckt werden sie vor allem, wenn sie auf Wegen, Straßen oder anderen offenen Flächen sitzen und bei Annäherung nicht rasch genug in Deckung flattern.

Durchdringende Bettelrufe , vor allem bei Drosseln und Amseln, machen zunächst oft auf die Jungen aufmerksam und erwecken fälschlicherweise den Eindruck der „Hilflosigkeit“.

 

Auch wenn bei flüchtiger Beobachtung scheinbar kein Altvogel bei solchen noch nicht selbstständigen Jungen beobachtet wird, besteht Familienkontakt, der vor allem durch Ruflaute der Vögel aufrechterhalten wird. Oft führt aber die Situation (Beunruhigung!) dazu, dass die Fütterung für längere Zeit unterbrochen wird und der Beobachter den Eindruck gewinnt, die Jungen seien verlassen worden oder gar verletzt.

--> Wenn man von der Hypothese ausgeht, die Fitness von Vogelindividuen, die in Menschenhand geraten,  sei nahezu Null, bieten Pflege und Aufzucht von Jungvögeln keinen Beitrag zum Bestand der betreffenden Arten oder für den Artenschutz!

 

 

Praktische Maßnahmen

 

Jungvögel mit mehr oder minder vollständigem Kleingefieder sind trotz unvollständig entwickelter Schwung- und Steuerfedern in der Regel nicht aus dem Nest gefallen!!

 

Liegen zwischen Fund und Einlieferung nur Stunden und ist der Fundort genau bekannt, sollten fast flügge Jungvögel unbedingt wieder zurück gebracht werden!

 

          Von Menschenhand berührte Jungvögel werden ohne Probleme von den Eltern wieder angenommen, aber auch von fremden Altvögeln mit entsprechenden Jungen gefüttert.

 

Neben adäquatem Futter erfordert die erfolgreiche Aufzucht die Möglichkeit, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang halbstündlich bzw. stündlich zu füttern.

 

Am leichtesten aufzuziehen sind junge Amseln und Drosseln, deren natürliches Futter  hauptsächlich  aus Regenwürmern, ferner aus Insekten besteht. Kleine Insektenfresser können mit Magerquark als Ersatzfutter aufgezogen werden.

 

Sprechzeiten

nach telefonischer Vereinbarung

Montag - Freitag

9:00 - 12:00 Uhr

 

Mo., Di., Do., Fr. 

15:00 - 18:00 Uhr

 

Samstag

10:00 - 12:00 Uhr

 

Kontakt

Tel. 07761-57798

Fax 07761-919650

 

NOTFALL AUSSERHALB DER SPRECHZEITEN:

Der Notdienst an Wochenenden und Feiertagen ist im LK Waldshut unter Kollegen geregelt. Nach Anruf der Praxisnr. 07761-57798 erfahren Sie die Nr. der diensthabenden Praxis.

Siehe auch "Notdienst" in der Menüleiste.

 

Unter der Woche bis 22:00 Uhr rufen Sie mein Mobiltelefon:

0160 917 73 225

In der Nacht ist für dringende Notfälle die Tierklinik Partners in Wehr

Tel. 07762-806280 zuständig.